
In Bad Cannstatt ist eine provisorische Brücke über den Neckar offiziell in Betrieb genommen worden. Die Übergangslösung für Fußgänger und Radfahrende wurde am 12. Dezember freigegeben. Gleichzeitig kündigte die Stadt eine Sperrung der benachbarten Wilhelmsbrücke wegen ihres schlechten Bauwerkszustands an.
Neue Übergangslösung an zentraler Stelle
Die Behelfsbrücke steht nahe der Wilhelma an der Stelle, an der bis Juli 2024 die Rosensteinbrücke stand. Sie soll während der Bauphasen als Ersatzverbindung zwischen der Neckarvorstadt und Bad Cannstatt dienen und zentrale Ziele für Fußgänger und Radfahrende erreichbar halten. Nach Angaben der Stadt wurde die Brücke so angelegt, dass die Strecke zwar etwas länger ausfällt, der Übergang jedoch barrierefrei nutzbar ist.
Technische Daten und Ausführung
Das provisorische Bauwerk ist 70 Meter lang und rund 5 Meter breit. Für Fußgänger und Radfahrende steht eine nutzbare Verkehrsflächenbreite von 4,20 Metern zur Verfügung. Die Konstruktion besteht aus einem vollverzinkten Stahlfachwerk und ist mit einem glasfaserverstärkten Belag versehen. Damit sollen Witterungsbeständigkeit und eine möglichst geringe Instandhaltungsintensität gewährleistet werden.
Sperrung, Umleitung und Zeitplan
Mit dem Betrieb der Behelfsbrücke wird die Wilhelmsbrücke ab dem 16. Dezember vollständig für Fuß- und Radverkehr gesperrt. Die Stadt hat eine ausgeschilderte Umleitung über die neue Brücke eingerichtet. Nach aktuellem Planungsstand soll die Wilhelmsbrücke in der zweiten Jahreshälfte 2026 zurückgebaut werden. Der Neubau einer neuen Stahlbrücke ist für 2028 vorgesehen. Damit dürfte die Übergangsbrücke voraussichtlich rund vier Jahre in Nutzung bleiben.
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