
Mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer Begehung der geplanten Trasse des Radschnellwegs RS 6 in Gundelfingen teil. Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg stellten den aktuellen Entwurfsstand vor, beantworteten Fragen und zeigten erstmals ein Informationsvideo zum Projekt, das nun online abrufbar ist.
Vor-Ort-Besichtigung in Gundelfingen
Die Tour begann im Bereich Waldstraße und Glotterpfad. Dort erläuterten die Planer eine künftige Verkehrsführung mit einem Kreisverkehr, der die Verkehrssituation neu ordnen soll. Auf dem weiteren Verlauf des Glotterpfads standen Maßnahmen am Bahnhalt im Mittelpunkt. Vorgesehen ist eine klare Trennung von Rad- und Fußverkehr sowie Verbesserungen der Sichtverhältnisse im Einmündungsbereich. Solche Anpassungen sollen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen.
Abgeschlossen wurde die Begehung im Umfeld des Obermattenbads. Für diesen Abschnitt sehen die Planungen eine vollständige Trennung von Radverkehr, Kfz und Fußverkehr vor. Dadurch sollen insbesondere Gefährdungspotenziale bei Parkvorgängen beseitigt werden. Zugleich ist eine Neuordnung der Parksituation vorgesehen.
Stand der Planung und weiteres Vorgehen
Das Regierungspräsidium berichtet, dass in den vergangenen Monaten zahlreiche Detailfragen zur Streckenführung konkretisiert wurden. Die Arbeiten befinden sich derzeit in der Entwurfsplanungsphase. Ziel ist es, die Planungen so weit zu entwickeln, dass ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann. Für diesen Schritt ist die Abstimmung mit der Gemeinde Gundelfingen Teil des Prozesses.
Projektumfang und Termine
Der Radschnellweg RS 6 soll Freiburg, Waldkirch und Emmendingen auf einer rund 26 Kilometer langen, durchgehenden Verbindung verknüpfen. Die Trasse ist darauf ausgelegt, ein sicheres und komfortables Vorankommen für Pendler und Freizeitradfahrer zu ermöglichen. Teile der künftigen Route werden bereits stark frequentiert, weshalb das Projekt als eines der bedeutenderen Radschnellwegvorhaben in Baden-Württemberg gilt.
Das Regierungspräsidium plant und realisiert im Auftrag des Landes die etwa 21 Kilometer langen Abschnitte zwischen der Freiburger Stadtgrenze und Waldkirch beziehungsweise Emmendingen. Die Stadt Freiburg verantwortet die Planung und den Bau der rund fünf Kilometer innerhalb ihres Stadtgebiets. Den Angaben zufolge wurde Ende Mai im Freiburger Stadtteil Neuburg der erste Abschnitt fertiggestellt. Weitere Begehungen der geplanten Strecke sind für Oktober 2026 in Waldkirch und für 2027 im Bereich Emmendingen angekündigt.
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