
Für Freiburg gilt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bis mindestens Samstag, 30. Mai, die Waldbrandgefahrenstufe 4. Die Wettervorhersage weist für weite Teile Baden Württembergs, Bayerns und Ostdeutschlands erhöhte Risiken aus. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt bereits mehrere Einschränkungen für Waldbesuchende und für die Nutzung von Feuer erlassen.
Welche Verbote gelten
Rauchen und offenes Feuer sind im Wald und in einem Abstand von 100 Meter zum Wald verboten, sofern außerhalb eingerichteter Grillstellen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden und Bußgelder nach sich ziehen. Förster, Polizei und der kommunale Vollzugsdienst sind befugt, Maßnahmen durchzusetzen.
Im Stadtwald sind bei der derzeitigen Gefahrenstufe Holzfeuer in offiziellen Grillstellen untersagt. An den eingerichteten Grillstellen ist nur noch das Grillen mit Grillkohle erlaubt. Glühende Kohle muss bis zum Erlöschen beaufsichtigt werden beziehungsweise vor dem Verlassen der Stelle mit Wasser gelöscht werden. Die Polizei kann nach dem Polizeigesetz auch an den Grillstellen einschreiten, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
Für Grünanlagen und Parks gilt aktuell ein vollständiges Feuer- und Grillverbot. Grundsätzlich sind offenes Feuer und Grillen dort nur an zugelassenen Feuerstellen und in ausgewiesenen Grillzonen erlaubt, bei der aktuellen Gefahrenlage jedoch untersagt.
Verhaltensregeln für Waldbesuchende und Autofahrer
Waldbesuchende sollen Zufahrtswege nicht mit Fahrzeugen blockieren. Pkw dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden und keinesfalls auf trockenem Bodenbewuchs, laubbedeckten Flächen oder trockenem Gras. Heiße Auspuffteile oder Katalysatoren können trockene Vegetation entzünden.
Die Behörden weisen zudem darauf hin, dass achtlos weggeworfene Zigarettenkippen ein erhebliches Brandrisiko darstellen. Zudem erhöht vermüllte Freizeitfläche im und am Wald die Brandlast und erschwert eine Löschmaßnahme.
Meldewege und Einsatzvorbereitung
Wer einen Brand bemerkt, soll unverzüglich Notruf 112 oder die Polizei unter 110 informieren. Für eine schnelle und zielgenaue Einsatzführung sind genaue Ortsangaben wichtig. Als Orientierung dienen Rettungspunkte des Forstamtes, bekannte Parkplätze, Namen von Waldwegen und Wegweiser von Wanderwegen oder Mountainbikestrecken.
Die Feuerwehr Freiburg arbeitet nach eigenen Angaben seit 2012 an Strategien gegen Vegetationsbrände und hat gemeinsam mit dem Forstamt einen Einsatzplan abgestimmt. Unterstützung kam demnach vom Waldbrandexperten Johann Georg Goldammer von der Universität Freiburg. Die Feuerwehr hat in waldbrandgerechte Ausbildung und Ausstattung investiert, und die Freiwilligen Abteilungen Waltershofen und Kappel sind als Sondereinheiten speziell trainiert.
Die Behörden betonen, dass die schnelle Meldung und das zügige Eingreifen die Ausbreitung von Bränden am effektivsten begrenzen und Gefahren für Mensch und Natur reduzieren.
Quelle anzeigen

