
Die Stadt Heilbronn führt vom 3. bis zum 9. August verstärkte Geschwindigkeitskontrollen durch. Neben der Landespolizei werden mehrere Messteams des Ordnungsamtes mit mobilen Messgeräten im Stadtgebiet eingesetzt. Schwerpunkt sind Bereiche in der Nähe von Kindergärten, bekannte Unfallstellen und Stellen, die von Anwohnerinnen und Anwohnern gemeldet wurden.
Einsatzorte und Abstimmung
Ordnungsamt und Polizei legen die Messpunkte gemeinsam fest. Die Kontrollen finden mobil an wechselnden Orten statt, um vor allem dort Präsenz zu zeigen, wo besonders verletzliche Verkehrsteilnehmer unterwegs sind oder bereits Unfälle gehäuft aufgetreten sind. Die Aktion ist Teil der europaweit koordinierten Speed-Week.
Ziel der Aktion
Die Behörden geben an, mit den Maßnahmen das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen und die Einhaltung der Tempolimits zu fördern. Hintergrund sind weiterhin hohe Zahlen schwerer Verkehrsunfälle, bei denen zu hohe Geschwindigkeit als Hauptursache oder als mitentscheidender Faktor identifiziert wurde.
Rechtsfolgen und vorherige Bilanz
Wer während der Aktionswoche mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt wird, muss mit den üblichen Sanktionen des Bußgeldkatalogs rechnen. Innerorts gelten bis zu zehn Stundenkilometern zu viel 30 Euro Verwarnungsgeld, außerorts 20 Euro. Bei 16 bis 20 Stundenkilometern zu viel liegt der Regelsatz innerorts bei 70 Euro, außerorts bei 60 Euro. Ab 21 Stundenkilometern über dem Tempolimit droht in der Regel für Pkw ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg, ab 31 Stundenkilometern zu viel zusätzlich meist ein einmonatiges Fahrverbot.
Bei der Blitzerwoche im April 2026 hatte das Polizeipräsidium Heilbronn im gesamten Präsidiumsbereich 5805 festgestellte Geschwindigkeitsverstöße registriert. Die überwiegende Mehrzahl der Verstöße lag im Bereich von bis zu 20 Stundenkilometern über dem erlaubten Limit. In 74 Fällen war das Tempo so hoch, dass ein Fahrverbot die Folge war.
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