Mundenhof zeigt 20 gezüchtete Clownfische und berichtet über Zuchtverfahren

Mundenhof zeigt 20 gezüchtete Clownfische und berichtet über Zuchtverfahren
Mundenhof zeigt 20 gezüchtete Clownfische und berichtet über Zuchtverfahren

Im Aquarium auf dem Mundenhof sind erstmals 20 junge Clownfische der Art Amphiprion ocellaris zu sehen. Die Tiere stammen aus einer Nachzucht des örtlichen Aquarienvereins und gelten als weiterer Erfolg der Hobbyzüchterinnen und Hobbyzüchter, die mit begrenzter technischer Ausstattung gearbeitet haben. Schon im vergangenen Jahr hatte der Verein mit der Aufzucht von Piranhas und Kauderni Barschen Aufmerksamkeit erregt.

Artmerkmale und Lebensweise

Clownfische sind an ihrer leuchtend orangen Färbung mit zwei bis drei weißen Querstreifen zu erkennen. Ihr natürlicher Lebensraum reicht von Korallenriffen in Südostasien bis zum Nordwesten Australiens und darüber hinaus im Indischen Ozean und im Pazifik. Die Tiere leben meist in Gruppen und gehen eine enge Symbiose mit Seeanemonen ein. Sie nutzen die giftigen Tentakel der Anemone als Schutz und liefern im Gegenzug Nahrung und Schutz vor Fressfeinden.

Bei Clownfischen werden die Jungtiere zunächst männlich geboren. Innerhalb der Gruppe wandelt sich das ranghöchste Tier zum Weibchen, während das zweitstärkste Männchen die Fortpflanzung übernimmt. Weibchen legen am Fuß der Anemone etwa 200 Eier, die Mutter bewacht sie. Nach dem Schlupf treiben die fast durchsichtigen Larven mit der Strömung auf das offene Meer hinaus. Die Metamorphose zur charakteristischen Färbung bringt große Verluste mit sich. Nach Angaben der Züchter gilt es als Erfolg, wenn nur zwei von 200 Jungtieren eine Anemone erreichen.

Nachzucht im Aquarium: Technik und Fütterung

Für die Nachzucht am Mundenhof haben die Vereinsmitglieder das natürliche Leben der Tiere nachgestellt, jedoch ohne Strömung und ohne natürliche Feinde. Das Weibchen legte die Eier an einer Blasenanemone ab. Nach acht Tagen schlüpfen die Larven und benötigen sofort Futter. Die Züchterinnen und Züchter setzten rädertierchen als Futter ein. Entscheidend sei die richtige Größe des Futters und das Timing beim Umstellen auf größere Nahrung, heißt es vom Verein.

Bedeutung für Vermittlung und Ausstellung

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